{"id":267,"date":"2014-09-10T11:46:30","date_gmt":"2014-09-10T09:46:30","guid":{"rendered":"http:\/\/kaufen-vom-bautraeger.scheuch.org\/?p=267"},"modified":"2014-09-10T14:00:40","modified_gmt":"2014-09-10T12:00:40","slug":"vpb-fordert-bauherr-muss-statik-und-waermeschutz-kontrollieren-koennen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kaufen-vom-bautraeger.scheuch.org\/?p=267","title":{"rendered":"VPB fordert &#8211; Bauherr muss Statik und W\u00e4rmeschutz kontrollieren k\u00f6nnen"},"content":{"rendered":"<p>(PM) Wer ein Haus baut, der muss nicht nur die Baufirmen bezahlen und das Material, sondern auch s\u00e4mtliche Planungen, die n\u00f6tig sind, damit das Haus sicher steht und geltendem Recht entspricht. Schl\u00fcsselfertigbauherren interessieren sich erfahrungsgem\u00e4\u00df vor allem f\u00fcr das Haus und weniger f\u00fcr die dazu n\u00f6tigen Planungen. Entsprechend selten denken sie daran, die \u00dcbergabe der Planungsunterlagen vorab vertraglich zu regeln.<\/p>\n<p>Diese Regelung ist aber unentbehrlich. Fehlt sie im Vertrag, sehen n\u00e4mlich auch Gerichte oft keinen Grund, dem Bauherrn nachtr\u00e4glich die Herausgabe der Planungsunterlagen zuzusprechen \u2013 und das, obwohl der Bauherr die Planleistungen honorieren muss. Dieses Problem ist allerdings den meisten nicht bewusst, wei\u00df der Verband Privater Bauherren (VPB). Sie bekommen ihre Pl\u00e4ne erst zu Gesicht, wenn etwas schief l\u00e4uft und ein Sachverst\u00e4ndiger danach fragt \u2013 und manchmal gar nicht. \u201eBauherren brauchen die Pl\u00e4ne und Berechnungen, um die Planung an sich und die Bauausf\u00fchrung pr\u00fcfen zu lassen\u201c, erl\u00e4utert Dipl.-Ing. Raik S\u00e4bisch, VPB-Regionalb\u00fcroleiter aus Leipzig.<\/p>\n<p>Das reicht von falsch angelegtem Gef\u00e4lle, fehlerhaft eingebautem Estrich bis hin zu eklatanten Beispielen wie jenem Neubau, bei dem ein Pfettendach geplant und schlie\u00dflich ein Sparrendach ausgef\u00fchrt wurde. \u201eDie statische Konstruktion an sich war korrekt, aber der Zimmermann beschloss zu seinen Gunsten Material zu sparen und konstruierte das Dach ohne R\u00fccksicht auf die Statik um.\u201c Das Haus wurde damit zum Sanierungsfall. \u201e<!--more-->Das war nicht nur finanziell, sondern auch \u00e4sthetisch eine Katastrophe. H\u00e4tte der Bauherr die Pl\u00e4ne fr\u00fchzeitig gehabt, w\u00e4re die abge\u00e4nderte Konstruktion schnell aufgefallen.\u201c \u00c4hnlich problematisch sind Energieberechnungen. \u201eZu jedem Neubau geh\u00f6rt ein W\u00e4rmeschutznachweis. Er ist Grundlage f\u00fcr die Bauausf\u00fchrung\u201c, erkl\u00e4rt Raik S\u00e4bisch. Auch diesen Nachweis muss der Bauherr bezahlen. Folglich sollte er ihm auch fr\u00fchzeitig ausgeh\u00e4ndigt werden, fordert der VPB. \u201eNur so k\u00f6nnen wir bei Kontrollen feststellen, ob die im Nachweis geforderte beispielsweise zehn Zentimeter dicke D\u00e4mmung der Qualit\u00e4t XY auch tats\u00e4chlich eingebaut wird oder nicht. Manche Firmen scheren sich wenig um die Vorgaben beziehungsweise erhalten nicht den letzten g\u00fcltigen Planungsstand. Sie verwenden, was gerade auf dem Hof lagert oder wo sie h\u00f6here Gewinnmargen haben\u201c, beobachtet Raik S\u00e4bisch immer wieder. \u201eIn der Regel haben diese Materialien dann auch ganz andere D\u00e4mmwerte als vorgegeben. Der Bauherr bekommt also nicht das, wof\u00fcr er bezahlt. Sein Haus entspricht auch damit nicht mehr geltendem Recht \u2013 und daf\u00fcr haftet er sogar.\u201c<\/p>\n<p>Energieberechnungen werden schnell und unkompliziert am Computer erstellt. Bauingenieur S\u00e4bisch erl\u00e4utert das Prozedere und die Manipulationsm\u00f6glichkeiten: \u201eMan kann im Programm einzelne Komponenten ver\u00e4ndern, bis der W\u00e4rmeschutznachweis stimmt. So kann man beispielsweise die D\u00e4mmqualit\u00e4t erh\u00f6hen oder eine effizientere Heizung w\u00e4hlen.<\/p>\n<p>Die Berechnung sieht auch eine \u201aBlower-Door-Messung\u2018 vor. Setzt man im Rechenprogramm dort einen Haken, verbessert das die Energiebilanz des geplanten Hauses rechnerisch erheblich. Und zwar, weil man davon ausgehen kann, dass bei einem Blower-Door-Test gegen Ende der Bauzeit eventuelle Energielecks entdeckt und sorgf\u00e4ltig beseitigt werden. Dazu muss der Blower-Door-Test aber auch tats\u00e4chlich gemacht werden.\u201c Das ist aber nach Erfahrung des VPB-Beraters selten der Fall. \u201eDer Bauherr kann das aber nur pr\u00fcfen, wenn er den W\u00e4rmeschutznachweis in der Hand hat.\u201c<\/p>\n<p>\u00c4hnlich verh\u00e4lt es sich bei der Auswahl des Heizsystems. \u201eWenn im Rechenbeispiel der Brennwertkessel nicht die gew\u00fcnschten Werte bringt, dann klickt man zum Beispiel \u201aW\u00e4rmepumpe\u2018 an und schon k\u00f6nnen die Vorgaben der Energieeinsparverordnung formal erf\u00fcllt sein! Ob diese Vorgaben technisch sinnvoll sind, spielt keine Rolle, der Bauherr zahlt die Technik ja. Als Erkl\u00e4rung f\u00fcr Mehrkosten hei\u00dft es dann nur: Der Gesetzgeber fordert das so\u201c, kritisiert Raik S\u00e4bisch diese Praxis. Baukontrollen sind unentbehrlich. \u201eHeute mehr denn je\u201c, beobachtet der VPB-Sachverst\u00e4ndige. \u201eWeil viel gebaut wird, fehlen Fachkr\u00e4fte. Immer mehr unqualifizierte Firmen mit Scharen von Subunternehmern sind am Bau. Manche k\u00f6nnen nicht einmal eine Bodenplatte richtig bewehren. Entdeckt wird das nur, wenn der Bauherr seine Baustelle l\u00fcckenlos kontrollieren l\u00e4sst und dazu braucht er seine Pl\u00e4ne.\u201c Der VPB fordert deshalb vom Gesetzgeber eindeutige Regelungen: Der Bauherr muss ein verbrieftes Recht auf Pl\u00e4ne haben. Sie m\u00fcssen ihm fr\u00fchzeitig und komplett \u00fcbergeben werden. Weitere Informationen beim Verband Privater Bauherren (VPB) e.V., Bundesb\u00fcro, Chausseestra\u00dfe 8, 10115 Berlin, Internet: <a href=\"http:\/\/www.vpb.de\">www.vpb.de<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(PM) Wer ein Haus baut, der muss nicht nur die Baufirmen bezahlen und das Material, sondern auch s\u00e4mtliche Planungen, die n\u00f6tig sind, damit das Haus sicher steht und geltendem Recht entspricht. 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